Kulturlandschaft

Sundern-Samtholz-Brock e.V.

Schild im Stil eines Ortsschildes mit Aufschrift "B64n" durchgestrichen

23. Juli 2024
von Redaktion
1 Kommentar

Bürgerbefragung zur B64n

Liebe Herzebrock-Clarholzer,

seit mittlerweile Jahrzehnten spricht man in Herzebrock-Clarholz von einer Ortsumgehung oder besser gesagt von der B64n.

Ende Mai 2024 hat Straßen.NRW die gesamten Plan- und Fachunterlagen zum so genannten Planfeststellungsverfahren für die B64n Ortsumgehung Herzebrock-Clarholz zur Bezirksregierung Detmold gebracht. Vereinfacht gesagt entspricht das Planfeststellungsverfahren einem Bauantrag.
Siehe: www.strassen.nrw.de/de/planfeststellung.html

Der Gemeinderat hat am 03. Juli 2024 entschieden, dass alle wahlberechtigten Bürger der Gemeinde Herzebrock-Clarholz im Laufe des Jahres befragt werden sollen, ob sie für oder gegen eine Ortsumgehung B64n in der aktuellen Planung in Herzebrock-Clarholz sind.

>> Auf dieser Seite << erläutern wir die Planung und die Dimension der B64n!

In der Diskussion um die B64n wird auch immer von einer anderen, vor allem kleineren Variante gesprochen. Die B64n ist und bleibt eine überregionale, dreispurige, kreuzungsfreie Straße mit dem Ziel, möglichst viel Verkehr aufzunehmen und diesen von Münster nach Bielefeld schneller fließen zu lassen.

Es geht nicht um die angrenzenden Orte. Es geht nicht um uns. Die sehr langfristige, bürokratische Planung wird, wenn überhaupt, nur minimal verändert werden. Entweder wird die B64n in der aktuellen Planung gebaut oder sie wird nicht gebaut. Ein Planungsstopp würde endlich den Weg freimachen für eine zeitgemäße Diskussion und intelligente Lösungen unserer Verkehrsprobleme.

Die Räte der Stadt Telgte, Stadt Warendorf und Gemeinde Beelen haben sich mittlerweile gegen den überdimensionierten Bau der B64n ausgesprochen. Der Rat der Gemeinde Herzebrock-Clarholz hingegen hat sich nun für eine Bürgerbefragung entschieden.

Wer unsere Argumente nachvollziehen kann, muss bei der Bürgerbefragung gegen die B64n stimmen!
Vielen Dank!

Gedenkstein auf dem Prozessionsweg bei Telgte

12. Juli 2024
von Redaktion
Kommentare deaktiviert für Prozessionsweg Telgte bleibt teilweise unter Denkmalschutz

Prozessionsweg Telgte bleibt teilweise unter Denkmalschutz

2022 klagte Straßen.NRW gegen das Land NRW vor dem Verwaltungsgericht Münster, um den Denkmalschutz eines Teiles des Prozessionsweges in Telgte aufheben zu lassen. Das Verwaltungsgericht wies die Klage ab, so dass Straßen.NRW vor das Oberverwaltungsgericht zog.

Auch dieses hat jetzt die Klage abgewiesen: die 1000 Meter Prozessionsweg mit den 5 Bildstöcken bleibt unter Denkmalschutz.

Somit sind die Ausbaupläne für die B51 zumindest vorerst gestoppt.

Bildquelle: https://www1.wdr.de/nachrichten/westfalen-lippe/strassenbau-denkmalschutz-pilgerweg-100.html Der Videobeitrag ist dort bis 31.12.2024 abrufbar.
Blick auf die Erde aus dem Weltraum

30. Juni 2024
von Redaktion
Kommentare deaktiviert für unsere Erde

unsere Erde

Und wenn ich so auf den Planeten runterschau, glaube ich, dass ich mich bei euch entschuldigen muss. Im Moment sieht es so aus, als ob wir, meine Generation, euch den Planeten nicht gerade in bestem Zustand hinterlassen werden. Im Nachhinein sagen natürlich immer viele Leute, sie hätten davon nichts gewusst, aber in Wirklichkeit ist es uns Menschen schon sehr klar, dass wir im Moment den Planeten mit Kohlendioxid verpesten, dass wir das Klima zum Kippen bringen, dass wir Wälder roden, dass wir die Meere mit Müll verschmutzen, dass wir die limitierten Ressourcen viel zu schnell verbrauchen und dass wir zum Großteil sinnlose Kriege führen.…“

„… Ich bin mir sicher, dass ihr die Dinge inzwischen sehr viel besser versteht als meine Generation. Und wer weiß, vielleicht lernen wir ja auch noch was dazu. Dass ein Blick von außen immer hilft, dass dieses zerbrechliche Raumschiff Erde sehr viel kleiner ist, als die allermeisten Menschen sich das vorstellen können. Wie zerbrechlich seine Biosphäre ist und wie limitiert seine Ressourcen. Dass es sich lohnt, mit seinen Nachbarn gut auszukommen. Dass Träume wertvoller sind als Geld und dass man ihnen eine Chance geben muss. Dass junge Mädchen Dinge genauso gut können, aber dass doch jeder von euch eine Sache hat, die er besser kann als alle anderen. Dass die einfachen Erklärungen oft die falschen sind und dass die eigene Sichtweise eigentlich immer unvollständig ist. Dass die Zukunft wichtiger ist als die Vergangenheit und dass man niemals ganz erwachsen werden soll. …“

Alexander Gerst, 2018 nach seinem Raumflug

8. November 2023
von Redaktion
Kommentare deaktiviert für Presseerklärung der Bürgerinitiativen

Presseerklärung der Bürgerinitiativen

gegen den Ausbau der B51 bzw. den Neubau der B64n

Bürgerinitiative B51 Handorf-Mauritz
Bürgerinitiative B51 Telgte
BVW Bürgerinitiative Verkehrskonzept Warendorf
IWS Interessengemeinschaft Warendorf-Süd
Bürgerinitiative Naturfreunde für Beelen
Bürgerinitiative Kulturlandschaft Sundern-Samtholz-Brock

B51/B64n: Aus der Zeit gefallenes Steuergrab

Wie jüngst nicht zum ersten Mal in der Presse nachzulesen und allerorten zu hören ist, klagen die Kommunen über eine extrem enge Finanzlage. Der russische Überfall auf die Ukraine hatte massive Verwerfungen an den Weltmärkten und Preiserhöhungen bei kommunalen Investitionsprojekten zur Folge. Die Konjunkturschwäche führt zu Gewerbesteuerausfällen. Gesetzliche Vorgaben erfordern Kitaneubauten. Ein riesiger Sanierungsstau z. B. an den schulischen Einrichtungen hängt wie ein Damoklesschwert über den Kommunen. Den gestiegenen Preisen folgen höhere Personalaufwendungen. Nicht zuletzt bringt die Unterbringung Geflüchteter viele Städte und Gemeinden an den Rand der Haushaltssicherung.

Was hat das mit der B51 und der B64n zu tun?

Diesen Kollaps mit drohender Handlungsunfähigkeit haben zum großen Teil nicht die Kommunen zu verantworten. Land und Bund ordnen an, verweigern den Kommunen aber die zur Bewältigung dieser Aufgaben erforderlichen Finanzmittel.

Die Folge ist, dass die Kommunen gezwungen sind, entweder massiv zu sparen und ihre Leistungen zurückzuschrauben oder deutliche Gebührenerhöhungen vorzunehmen, z. B. bei der Grundsteuer B, die letztlich alle Bürger zu entrichten haben, oder bei der Gewerbesteuer, was wiederum die heimische Wirtschaft belastet.

Eine naheliegende Lösung läge getreu dem Verursacherprinzip, diejenigen, die das Essen bestellt haben, auch die Rechnung begleichen zu lassen. Die Länder und vor allem der Bund sind in der Pflicht, die Kommunen mit den nötigen Mitteln auszustatten, damit diese in die Lage versetzt werden, ihre Aufgaben zu erfüllen.

Allerdings kann natürlich nicht jeder Euro zweimal ausgegeben werden, sodass Prioritäten zu setzen sind. Wenn diese Prioritäten falsch gesetzt werden, kann der Schaden immens sein.

Das Bundesverkehrsministerium (FDP) wird nach wie vor vom Finanzministerium (FDP) derart üppig mit Budgetmitteln versorgt, dass bundesweit zweifelhafte Straßenprojekte weiterverfolgt werden. Hier bei uns handelt es sich um den Straßenzug B51/B64n, dessen Verkehrsaufkommen seit nunmehr zwanzig Jahren kontinuierlich rückläufig ist. Die Planungen hierzu werden nicht nur von sechs Bürgerinitiativen, sondern auch von fast allen anliegenden Kommunen abgelehnt.

Und wenn nun laut Bundesverkehrsministerium die Kosten dieses Projekts um 154 Mio. EUR auf 291 Mio. EUR gestiegen sind, ist es an der Zeit, innezuhalten.

Unser Land hat ein großes Problem: Wir haben nicht zu wenig Geld; vielmehr müssen wir aufhören, die vorhandenen Mittel falsch auszugeben. Wir brauchen nicht immer mehr und immer mehr Straßen. Es ist nötig, die Mittel in die bestehende Substanz zu stecken, damit es nicht immer mehr Brücken wie in Leverkusen oder Lüdenscheid gibt, die uns auf den Kopf zu fallen drohen.

Und ganz nebenbei wäre auch noch genügend Geld vorhanden, um die Kommunen zu stärken, damit vor Ort nicht alles den Bach runter geht.

Überschwemmungsbereich des Axtbaches mit eingezeichnetem Verlauf der B64n mit Blick auf das Clarholzer Kloster.

23. September 2023
von Redaktion
Kommentare deaktiviert für Hochwasser September 2023

Hochwasser September 2023

Luftbilder vom Axtbach, unten das komplette Video.

Ein Drohnenflug über die Überschwemmungsbereiche des Axtbaches beim Hochwasser im September 2023. Man kann sich vorstellen, wie es aussehen würde, wenn da jetzt eine B64n in Dammlage gebaut wäre.

Der Vorstand überreicht einen Spendenscheck in Höhe von 500,- Euro an die Bürgerstiftung.

12. September 2023
von Redaktion
Kommentare deaktiviert für Spende an die Bürgerstiftung

Spende an die Bürgerstiftung

Datum einstellen!

Beim Sundowner-Fest zur Eröffnung der Klimawoche ist ein Erlös von 500€ zusammengekommen. Dieses Geld haben wir der Bürgerstiftung gespendet.

Foto: Gregor Kosten (Geschäftsführer der Bürgerstiftung), Elisabeth Meier und Arnold Greifenberg (Vorsitzende der Kulturlandschaft).

15. August 2023
von Redaktion
Kommentare deaktiviert für Sundowner zur Klimawoche

Sundowner zur Klimawoche

die Glocke schreibt am 15.08.2023 über die Auftaktveranstaltung zur Klimawoche in Herzebrock-Clarholz

hier der Text:

Die Loreley, Felsen am Rhein, 132 m hoch

(Originaltext: Heinrich Heine, 1824, Melodie: Friedrich Silcher)
Wer die Melodie nicht im Ort hat, bei Youtube gibt´s zahlreiche Versionen, z.B. >> diese hier <<

Ich weiß nicht was soll es bedeuten, dass ich so traurig bin.
Ein Märchen aus uralten Zeiten, das kommt  mir nicht aus dem Sinn.
Die Luft ist so kühl und es dunkelt, die Sonne will untergehn
Doch immer noch wird es gemunkelt: Eine Straße soll hier entstehn!

Das sagt man seit so vielen Jahren, doch Zeiten, die ändern sich sehr.
Man hielt es fürs richt‘ge Verfahren. WIR waren von Anfang an quer.
Es braucht Ackerland um  zu leben, wir brauchen intakte Natur!
Und werden in dem Sinne streben, bewahren die Landschaftskultur.

Das ist eine Mähr von vorgestern, die Straße, die will  niemand mehr!
Es muss sich, Ihr Brüder und Schwestern, schnell ändern der Straßenverkehr.
Mehr Fahrrad, zu Fuß und mit Öffis, neu planen das muss zwingend sein.
Dann Radeln und Wandern und Feiern wir –  im Abendsonnenschein.

Wir feiern gemeinsam die Feste, im Brock, Sundern, Samtholz so gern.
Seid herzlich gegrüßt all Ihr Gäste, die Ihr kamt von nah und von fern.
Die Luft ist so kühl und wir feiern – in die Klimawoche hinein.
Der Axtbach, die Bäume, WIR lauschen –  im Abendsonnenschein.

WordPress Cookie Hinweis von Real Cookie Banner