Kulturlandschaft

Sundern-Samtholz-Brock e.V.

22. August 2026
von Sonja Magdalena Schnitlzer
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HÄTTEN WIR UNS NICHT GEWEHRT DIE STRASSE WÄRE LÄNGST GETEERT

HÄTTEN WIR UNS NICHT GEWEHRT
DIE STRASSE WÄRE LÄNGST GETEERT

30 Jahre Kulturlandschaft –
na, wer hätte es gedacht,
dass wir heute noch nicht wissen
ob die B64n wird kommen müssen.

Hier will man die Straße bauen,
nicht mehr AXTBACH, nur Asphalt
will uns unsre Äcker klauen,
Autos, Lärm statt grünem Wald.

In Herzebrock -dasselbe Drama:
Brocker- Möhler Straße – hin
wir fragen uns seit vielen Jahren.
Wo liegt da der tiefre Sinn?

30 Jahre wird geplant
obwohl inzwischen jeder ahnt
dass dies Bauwerk gar nicht geht,
und längst ein andrer Geist hier weht.


Argumente rauf und runter
Ja, das war nicht immer munter
Gegenwind – hat uns gestärkt
und – das sei hier angemerkt:

EINE MEHRHEIT will sie nicht
diese B die stört und sticht,
die verschandelt unsern Ort
Kaum Entlastung – Ehrenwort!

Ehrenwort auch für das Morgen,
dass wir bleiben, kümmern, sorgen
Das ist zugesagte Pflicht
Notfalls gehn wir vor Gericht!

Wälder, Teiche, Höfe, Äcker
sollen weichen, kann das sein?
Hörn wir auf mit dem Gemäcker:
Reparieren, das muss sein!


30 Jahre schon gerungen
und wir machten Einwendungen
mehr als Tausend sind geschrieben
Wo sind die Pro-Argumente geblieben?

Extreme Hitze seit einigen Wochen,
die geht schwer auf unsre Knochen,
dann Überflutungen – gerade hier

und jetzt noch Grünland asphaltiern?
Das ist verantwortungslos und ohne Hirn!
Klima, Kultur, Landwirtschaft:
alles wird dahingerafft:… die Planung, gehört abgeschafft!

Ein Lob auf die Schöpfung, und Dank an den Schöpfer
für Flüsse und Wälder
für Wiesen und Felder
unsere Erde schützen und unseren Ort
dafür bitten wir heute und immerfort.


Lasst uns kräftig feiern heute
den Zusammenhalt so vieler toller Leute!
Mut, Ausdauer und Zuversicht
DIE B64n – die brauchen wir NICHT!

HÄTTEN WIR UNS NICHT GEWEHRT
DIE STRASSE WÄRE LÄNGST GETEERT.

Elisabeth Meier
August 2026

10. August 2026
von Sonja Magdalena Schnitlzer
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Ein Fest für unsere Kulturlandschaft

Fest am Sonntag, 09.08.2026, 13h-18h

Die Kulturlandschaft Sundern-Samtholz-Brock e. V. feiert ihr 30-jähriges Jubiläum
Alles, was zu einem Fest gehört, war dabei: die Sonne, Schattenbäume auf der perfekten Location, dem Biohof Pavenstädt-Westhoff, eine tolle Band, „The Snooks“, Interessantes für die Jugend, gutes Essen, serviert von den Vorstadtgrillern, ein Getränkewagen, Gratulanten, fleißige Helfer und vor allem viele Mitglieder mit guter Laune.

Arnold Greifenberg begrüßte in seiner charmanten Art die Gäste aus Politik und Kirche sowie insbesondere die Nachbarinitiativen aus Beelen, bis hin nach Münster.

Applaus kam auf, als er die Bahnarbeiter lobte, die nun Tag für Tag an der Kreuzung Letter Straße stehen müssen, um die Schrankenbänder auf- und abzumontieren, wenn ein Zug kommt. Der Grund ist simpel: Der zuständige Mitarbeiter im Schrankenhäuschen hat Urlaub und die Bahn findet keine Vertretung. „Wie soll so ein Bauwerk wie die B64n geschafft werden, wenn es noch nicht einmal möglich ist, einen Urlaubsersatz zu finden?“

Elisabeth Meier dankte allen Beteiligten mit einem Gedicht, das einen Rück- und Zukunftsblick auf die Zeit seit der Gründung 1996 und den Erhalt unserer seit über 1.000 Jahren bestehenden Kulturlandschaft mit Klöstern, Höfen, Landwirtschaft , Alleen und historischen Wegen aufzeigte.

Pastor Rainer Moritz unterstrich in seiner Rede, dass es darum gehe, die Natur und Kultur zu nutzen und eben nicht gedankenlos zu zerstören. „Sie übernehmen seit drei Jahrzehnten die Verantwortung für die Schöpfung hier vor unserer Haustür.“

Rainhard Neuhaus, stellvertretend für den Bürgermeister, war das Jubiläum so wichtig, dass er es sich selbst an seinem Geburtstag nicht nehmen ließ, zu gratulieren. Er erzählte, wie entsetzt er vor 30 Jahren war, als er erfuhr, dass die neue Trasse der B64n mitten durch sein Haus gehen sollte. Mit etwa vier bis fünf Personen wurde damals im Wohnzimmer eine Gruppe gegründet. Heute sind es über 330 Bürgerinnen und Bürger und eine starke Gemeinschaft, die sich immer wieder auch gegen die Politik stemmt. Er wies darauf hin, dass es wichtiger sei, Reparaturen an Brücken und Straßen durchzuführen, um die vorhandene Infrastruktur zu erhalten.

Dr. Christine Disselkamp, stellvertretende Landrätin und ebenso als Bürgerin, betonte – wie auch viele andere Redner und Gratulanten – die Unermüdlichkeit, die Sachlichkeit und das Durchhaltevermögen von Elisabeth Meier. Disselkamp brachte es auf den Punkt:
„Die Straße brauchen wir nicht, die Straße wollen wir nicht!“

Markus Witte, stellvertretend für die Landtagsabgeordnete Wibke Brems, stellte die Priorität des Vereins, den Erhalt von Natur und Kultur in den Fokus der Kulturlandschaft und nicht nur ein “Gegen die B64n”. Bemerkenswert war sein Gedankengang zum Begriff „konservativ“: Für ihn bedeutet dies, die Heimat zu schützen, die Natur zu erhalten und Demokratie zu leben. Das sehe er aktuell wohl eher in diesem Verein.

Wulf Hahn begleitet nun schon seit etwa 15 Jahren als Gutachter der RegioConsult die Kulturlandschaft und wies in seinem Statement darauf hin, dass die Straße – wie es auch im Gedicht von Elisabeth Meier beschrieben wurde – ohne den Einsatz der Kulturlandschaft wohl längst geteert worden wäre.

Ganz besonders freute sich Elisabeth Meier über den Besuch von Albert Leendertse aus Warendorf. Vor über 30 Jahren wurde dort das Hansaviertel gebaut und als Mitglied in der dortigen Politik erfuhr er von der Planung der B64n. Mit ihm und seiner Haltung dagegen, erfuhren dies auch die anderen Ortschaften entlang der B64 und so auch unsere Elisabeth.

Jeder hatte somit seinen eigenen Blick auf die 30 Jahre des Vereins, aber alle einte die Überzeugung, dass es keinen besseren Platz für diese Feier geben könnte als diesen Hof, der bereits seit 1133 zu den Klosteranlagen gehört.

The Snooks spielten danach, wie man es von ihnen kennt, einfach klasse Musik. Es gab einen leckeren Kuchen- und Kaffeestand. Die Vorstadtgriller versorgten die Gäste u. a. mit Burgern und anderen Stärkungen. Der Getränkewagen bot allen bei der Hitze genügend Flüssigkeit.

Die rollende Waldschule der Kreisjägerschaft mit heimischen Tieren zum Anfassen und Bestaunen, ein Maltisch, Dosenwerfen und eine Carrerabahn, die durch eigenes Strampeln funktionierte, sorgten dafür, dass auch die Jüngsten ihren Spaß hatten.

Fazit dieser Feier: Der Verein ist aus unserem Ort nicht mehr wegzudenken. Er kann feiern, wird aber auch in Zukunft immer wieder für unsere Kulturlandschaft einstehen, um diese auch an die nächsten Generationen weitergeben zu können.

28. Juli 2026
von Redaktion
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Ein Fledermausturm wird renoviert

Ein aus den 60er Jahren alter Trafoturm, hier bekannt als Fledermausturm, den die GNU (Gemeinschaft für Natur und Umweltschutz im Kreis Gütersloh e.V.) im vergangenen Jahr im Ortsteil Clarholz, Marienfelder Straße / Höpkersweg, erworben hat, braucht dringend eine Renovierung. Für uns als Kulturlandschaft war es selbstverständlich die hiesige GNU bei der Renovierung zu unterstützen.

Am Freitag, 24.07.2026 ging es für uns frühmorgens gemeinsam mit Mitgliedern der GNU los. Zuerst musste der lose Putz abgeschlagen werden, dabei war eine Hebebühne ganz nützlich. Am Samstag 25.07.2026 wurde dann alles wieder verputzt. Das war kein leichter Spaziergang, aber am Ende fühlten sich alle gut dabei, einen sinnvollen Beitrag geleistet zu haben. Schön war auch, dass einige Mitglieder zwischendurch feste, flüssige und leckere Stärkungen vorbeibrachten.

Wie auf den Bildern zu sehen ist, wartet noch viel Arbeit, bis der Turm dann gemeinsam im Herbst gestrichen werden kann.

Ziel ist es einen weiteren Lebensraum für Fledermäuse und Vögel zu schaffen.

Sonja Magdalena Schnitzler

Logo des Kulturlandschaft Sundern-Samtholz-Brock e.V.

22. Juni 2026
von Redaktion
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Leserbrief zu Linden am Bahnhof Clarholz

Erschienen am 22. Juni 2026 in der Tageszeitung „Die Glocke“:

Während die Hitze in diesen Tagen auf über 35 Grad steigt, lesen wir auf Herzeblog und in der Glocke den Artikel zu den Bebauungsplänen auf dem Gewerbegrundstück am Bahnhof Clarholz: „Die auf dem Grundstück befindlichen Bäume dürfen im Zuge der Bebauung entfernt werden. Ein Erhalt kann im Verfahren positiv berücksichtigt werden.“ 

Man entfernt einen Tumor, einen Schädling, aber doch keine Bäume in Zeiten, in denen wir dringender denn je Bäume brauchen. Es handelt sich um 5 Linden, die je 139 Jahre alt sind! Sie sind gesund und ortsbildprägend. Das Foto zum Bericht in der Glocke macht das deutlich. Eine Linde ist vor wenigen Jahren bereits dort gefällt worden.

Wir wissen, dass Bäume für das Klima und unsere Gesundheit extrem wichtig sind.
Insbesondere große Bäume mit umfassender Krone leisten einen erheblichen Beitrag zur Sauerstoffproduktion und zur Reinigung der Luft. Durch ihre Blattflächen produziert eine Linde täglich mehr als 1000 Liter Sauerstoff. 

Wir wissen das alles längst – kommen wir endlich ins Handeln! Der Hinweis auf eine Positivbewertung zum  Erhalt im Verfahren ist gut gemeint, reicht allerdings nicht aus.  
Wir bitten die Verwaltung und den Rat der Gemeinde Herzebrock-Clarholz um eine Korrektur bei der Ausschreibung: Die Linden  müssen erhalten bleiben – ihr Überleben darf nicht dem Gutdünken oder Zufall überlassen werden. 

Elisabeth Meier und Arnold Greifenberg ( Kulturlandschaft), Mechtild Gröver und Karl Haunert( Heimatverein Clarholz), Matthias Winkler (GNU), Cathrin Adämmer und Barbara Davis ( Künstlergruppe 13). 

5. September 2025
von Redaktion
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#pflanzeinenBaumChallenge

Es gibt ja viele Challenges auf Instagram. Viel Quatsch, einiges Lustiges und diesmal war etwas dabei, bei dem wir gerne mitgemacht haben.

29. August 2025
von Redaktion
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Wir sind viele!

Für Samstag, den 23. August 2025, hatten wir mit mehreren anderen Bürgerinitiativen zu einer großen Demonstration gegen den geplanten Ausbau der Bundesstraßen B64n und B51 aufgerufen. Die Aktion fand unter dem Motto „G4+2 gegen B64n“ statt und vereinte hunderte Radfahrer:innen, dutzende Landwirt:innen mit Traktoren sowie zahlreiche Unterstützer:innen aus der Region.

Aus Richtung Herzebrock-Clarholz und von der anderen Seite aus Richtung Münster waren es zum Schluss ~ 75 Traktoren und gut 500 Radfahrer. Am Lohwall wurden sie schon von zahlreichen Warendorfern erwartet, so dass sich letztlich rund 1000 Demonstranten versammelten.

Ein starkes Zeichen in Richtung Berlin.

Reden wurden gehalten von:
Peter Horstmann, Bürgermeister der Stadt Warendorf
Wolfgang Pieper, Bürgermeister der Stadt Telgte
Paul Afhüppe, für die Landwirte
Matthias Wulf, Unternehmerinitiativen gegen die B64n
Dr. Reinhold Schoppmann, für die Bürgerinitiativen

12. April 2025
von Redaktion
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in der Beelener Mark

Per Fahrrad und ausgerüstet mit Ferngläsern machte sich kürzlich eine Gruppe von 20 Personen, Mitglieder des Heimatvereins Clarholz und der Kulturlandschaft, auf den Weg in die Beelener Mark.

Unter der fachkundigen Leitung von Mechthild und Wilhem Gröver ging es zunächst  Richtung  Blinder Busch. Auf der Gräftenbrücke wurden die Teilnehmer von einem Graureiher begrüßt, im Blinden Busch wurden die Neuanpflanzungen der jungen und robusten Eichenbäumchen begutachtet. Vom Kreis gepflanzt, hat der Heimatverein die Pflege der jungen Bäume übernommen.  

Durch den Sundern ging es auf ausgewiesenen Wegen in die 148 ha große und 1985 als Naturschutzgebiet ausgewiesene Beelener Mark. Auf den großen zusammenhängenden Grünflächen gibt es viele z.T. stark gefährdete Vogel- Insekten-  und Pflanzenarten. Der  zunehmende Lebensraumverlust durch wachsende Flächenversiegelungen gefährdet in hohem Maß viele Arten.

Dazu gehört der Große Brachvogel, der mittels Fernglas gut beobachtet werden konnte. Im vergangenen Jahr konnten  17 Brutpaare   gezählt werden, aus deren Gelegen – es sind in der Regel 2 bis 5 Eier – 17 Jungvögel überlebten.

Interessant auch, dass einige Brachvögel in der Bretagne überwintern und bis zu 30 Jahre alt werdenkönnen.

Kiebitze, ein Rotmilan, ein Baumfalke, Grau-und Kanadagänse konnten ebenfalls gesichtet werden. Rohrweihe, Nachtigall, Waldohreule oder Neuntöter blieben hingegen  versteckt, sind aber in diesem einzigartigen Schutzgebiet ebenfalls anzutreffen –  sofern der Mensch sie in Ruhe lässt und die notwendigen Verhaltensregeln innerhalb dieses Naturschutzgebietes respektiert.

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