34 km von der Quelle bis zur Mündung in die Ems.
Heckenpflanzung
Bei strahlendem Winterwetter fanden sich am Samstagsvormittag ca. zwanzig Mitglieder des Vereins Kulturlandschaft auf dem Hof Pavenstädt-Westhoff ein, um die trockengeschädigte, historische Straßenbegleithecke zwischen dem ehemaligen Anwesen Deckenbrock und dem Hof Pavenstädt-Westhoff auf einer Länge von ca. 250 Metern mit neuen Hainbuchen-/Rotbuchenpflanzen aufzuforsten.
Finanziell möglich wurde diese Aktion durch das Förderprogramm der Landesregierung „2.000 x 1.000 Euro für das Engagement“, wobei das Schwerpunktthema für die Förderperiode 2023 „Zukunft gestalten – nachhaltiges Engagement fördern“ lautet. Dem diesbezüglich vom Verein Kulturlandschaft, federführend durch Elisabeth Meier und Helga Kießling, online gestelltem Antrag auf Förderung einer Neuanpflanzung der historischen Hecke des ehemals zum Kloster gehörigen Meierhofes Pavenstädt-Westhoff, wurde innerhalb kürzester Zeit stattgegeben. Somit war die finanzielle Seite schnell gesichert.
Insgesamt erstreckt sich die Buchenhecke über eine Länge von ca. 1.000 Metern von Clarholz aus kommend Richtung Lette rechtsseitig entlang der Letter Straße bis zur Hofstelle Klaesvogt. Sowohl für die historischen Sichtachsen als auch für die Förderung der heimischen Vogelwelt bedeutet sie einen nachhaltig wichtigen Beitrag und eine Aufwertung der Landschaft und der dort überwiegend agrarwirtschaftlich genutzten Flächen. Ebenso bietet sie Schutz vor Sand- und Schneeverwehungen, da die Rot- und Hainbuchen auch im Winter belaubt sind.
Die Letter Straße als solches galt im Mittelalter als wichtige Verkehrsanbindung zum einen in Richtung Münster und zum anderen in Richtung Ruhrgebiet/Rheinland bis hin nach Vollenhove, der geschichtsträchtigen Partnerstadt von Herzebrock-Clarholz. Selbst Goethe soll diese Straße einst auf seinen Reisen genutzt haben, wusste Gottfried Pavenstädt vor Beginn der Pflanzaktion zu berichten.
Diese begann im Anschluss nach einer fachkundigen Einweisung der gut ausgestatteten Helfer durch Wilhelm Gröver und Elisabeth von Müller. Die notwendigen Vorarbeiten, wie die Rodung der vertrockneten, alten Buchen sowie die Vorbereitung des Pflanzgrabens, hatte bereits im Vorfeld stattgefunden. Hier leisteten Marius Herzog und sein Mini-Bagger wertvolle Hilfe. Im Anschluss an diese Pflanzaktion wartete auf alle Beteiligten ein zünftiges Mittagessen auf dem Hof Pavenstädt-Westhoff.
Der Verein Kulturlandschaft Samtholz-Sundern-Brock engagiert sich seit Jahren für den Erhalt und die Pflege des beschriebenen Landstriches. Durch ihren Einsatz beim Pflanzen und späterem Wässern der Heckenpflanzen beabsichtigen die Vereinsmitglieder, eine lebenswerte Zukunft aktiv und praktisch mitzugestalten.
Text: Martha Wiemer




Jahreshauptversammlung 2023
Groß war das Interesse an der diesjährigen Jahreshauptversammlung des Vereins Kulturlandschaft Sundern-Samtholz-Brock. Somit war auch der letzte Platz im Konventhaus besetzt, bevor die Vorsitzende Elisabeth Meier Mitglieder und Interessierte begrüßte. Auf der Tagesordnung stand neben einem Rückblick auf das Jahr 2022 sowie eine Vorschau auf das Jahr 2023 auch die satzungsgemäße Neuwahl des Vorstandes und Beirats. Gudrun Westhoff (2. Vorsitzende) sowie Clemens Herzig (Beirat) stellten sich nicht für eine Wiederwahl zur Verfügung.
Die Leitung der Neuwahlen lag in den bewährten Händen von Gottfried Pavenstädt. Schnell und einstimmig wurde Elisabeth Meier als 1. Vorsitzende in ihrem Amt bestätigt. Weiter gehören dem neuem Vorstand Arnold Greifenberg (1. Stellvertreter), Eugen Lutzny (2. Stellvertreter), Georg Jerominek (Kassenwart) sowie Margit Große-Hagenbrock (Schriftführerin) an. Für den Beirat vorgeschlagen und ebenfalls einstimmig gewählt wurden Cornelia Ertmer, Klemens Hinz, Bernhard Weißerth sowie Katja Zurbrüggen-Katter. Als Kassenprüfer fungieren in Zukunft Renate Körkemeier sowie Harald Loermann.
Kassenwart Georg Jerominek verlas die positiven Kassenberichte der Geschäftsjahre 2021 und 2022, wobei sich die Haupteinnahmen aus den Beiträgen der Mitglieder der Kulturlandschaft ergaben. Hiervon geht etwa ein Viertel an die sogenannte G4, die Bürgerinitiativen derNachbargemeinden Beelen, Warendorf, Neuwarendorf und Telgte für gemeinsame und überörtliche Aktivitäten. Nach Prüfung und auf Antrag von Kassenprüferin Tanja Berlinghoff wurde dem Vorstand einstimmig Entlastung erteilt. Die Kulturlandschaft hat derzeit rund 300 Mitglieder, wobei im März 2022 Ursula Schrader als 300. Mitglied aufgenommen wurde. Zwischenzeitlich verstarben der Mitbegründer der Kulturlandschaft Hubert Topp-Tegelmeister sowie Ulli Everszumrode.
Im ihrem Jahresrückblick erinnerte Elisabeth Meier an zahlreiche Aktionen des vergangenen Jahres, bei denen Klima- und Landschaftsschutz im Mittelpunkt standen. Neben einer Teilnahme an der Aktion „Flächenfraß stoppen“ in Bielefeld nahmen auch Mitglieder der Kulturlandschaft u.a. an einer großen Fahrradsternfahrt mit insgesamt 10.000 Teilnehmern zum Düsseldorfer Landtag teil. Lokal gab es ein konstruktives Gespräch mit Vertretern der heimischen Wirtschaft, auch eine Frühjahrswanderung auf dem Kerkherrenweg sowie ein Familienfest auf dem Hof Lönne-Tiekmann. Im Juni wurde in Zusammenarbeit mit den Heimatverein und dem Reiterverein im Blinden Busch eine großes Plakates zur Visualisierung der dort geplanten B64n aufgestellt. Zum derzeitigen Planungsstand berichtete Elisabeth Meier, dass intern nach wie vor zahlreiche Gespräche auf verschiedenen Ebenen laufen.
Für das Jahr 2023 sind bereits die ersten Aktionen geplant. Am 11. März 2023 steht die historische Rotbuchenhecke zwischen dem Hof Pavenstädt sowie dem ehemaligen „Muck“ im Mittelpunkt des Geschehens. Ab 9:00 Uhr sollen hier zahlreiche Rotbuchen-Neupflanzen ihren Platz finden. Tatkräftige Helfer sind willkommen. Die Teilnahme am Klimastreik in Gütersloh am 3. März sowie beim traditionellen Schnatgang am 4. März wird angekündigt, Ebenso die Aktion „Saubere Landschaft“ am 18. März.
Zum Abschluss stellte Claudius Henzel seinen neuen Film „Der Axtbach – von der Quelle bis zum Mündung“ vor, der sehr beeindruckend die Schönheit der heimischen Landschaft zeigt, deren Erhalt sich die Kulturlandschaft auf ihre Fahne geschrieben hat. Der Axtbach entspringt am Mackenberg in den Beckumer Bergen, der mit seinen 175 Höhenmetern auch die Zugspitze des Münsterlandes genannt wird. Auf einer Strecke von 34 Kilometern durchfließt er Oelde bevor er im Ortsteil Möhler die Grenze von Herzebrock-Clarholzer erreicht. Nach dem Durchfließen von Beelen mündet der Axtbach in Vohren in der Ems. Dabei überwindet er rund 90 Höhenmeter. „Wir sollten alles daran setzen, diese Schönheit zu erhalten“ brachte es Gottfried Pavenstädt auf den Punkt.

Klimawoche Gütersloh
Elisabeth Meier und Arnold Greifenberg zur B64n in der Klimawoche Gütersloh
Link zum Video: https://digitalcourage.video/w/tquJgUSjaSSJyh1ZKAursx
Transparent am Kerkherrenweg
Die Glocke schreibt am 29.06.2022:
Transparent soll Straßenbau sichtbar machen



Lied müsste: „wo der Asphalt durch die Wiese zieht“ lauten


die B64n in Fußballfeldern
UMGEHUNGsstraße
gelesen von Hubert Topp-Tegelmeister








